Oliver hat am Dienstag in seinem mobinauten-Blog ungewöhnlich scharf geschossen. Über das Tor-Netzwerk, mit dem sich Verbindungsdaten anonymisieren und z.B. IPs verschleiern lassen schrieb er:
Ich glaube den Betreibern der Tor-Softwaresysteme ja , dass diese dem Guten “dienen” wollen, ich vermute allerdings, dass gerade auch die “Bösen” dieser Welt dankbare Abnehmer dieser Gratisdienste sind.
Ich muss zugeben, dass ich Tor in Verbindung mit Vidalia im Einsatz habe, um weiterhin meinen Lieblings-Musikdienst Pandora nutzen zu können (wie das geht hab ich hier mal beschrieben). Aber damit würde ich mich noch lange nicht zu den “Bösen” zählen.
Am Mittwoch veröffentlichte Oliver dann einen Leserbrief eines Tor-Betreibers, der ein paar Einblicke in die strafrechtliche Relevanz von Anonymisierungdsdiensten bietet:
Bei 40 TerraByte pro Jahr spielte die IP des Servers in 2 Ermittlungsverfahren eine Rolle. Der Schreiber rechnet dann vor, dass sich das bei angenommenen 100 MB pro Straftat auf einen strafrechtlich relevanten Anteil am Gesamtraffic von 0,0001% umrechnen lässt. – Die ganze Stellungnahme lest ihr bei mobinauten.
Also im Moment sehe ich die Gefahr eher von der ganzen Datenspeicherung her kommen, als von den wenigen Möglichkeiten, sich der Speicherung und Protokollierung zu entziehen. Auch hier gilt: Nur weil Erpresserbriefe aus Schlagzeilen geklebt werden sollte man noch lange nicht die Zeitungen verbieten. (Zumindest nicht alle…;-)