Drei Tipps für mehr Produktivität
Donnerstag, Mai 17th, 2007Von Johannes Kleske kam heute ein Stöckchen herbeigeflogen, mit der Fragestellung:
Was ist dein bester Produktivitätstipp? Was hilft dir am meisten, deine Aufgaben erledigt zu bekommen? Was hält dich fokussiert und diszipliniert?
Natürlich führe ich Listen, verschaffe mir einen Überblick über die Dinge, die noch zu erledigen sind und überlege mir, wie ich sie am besten angehe. Doch ich muss zugeben dass ich immer noch einen ziemlich großen Druck brauche, um mich dann auch hinzusetzen. Bei meinen Freunden gelte ich nach wie vor als Chaot, aber manchmal staunen sie, wie ich es trotzdem schaffe, so viele Dinge unter einen Hut zu bekommen, daher hier auch drei Tipps statt einem.
Vereinbare einen Termin, und halte dich daran
Ich habe erlebt, dass ich zwar immer wieder unangenehme Dinge vor mir herschiebe, aber es meistens schaffe, wichtige Termine einzuhalten. Meistens – meine Diplomarbeit hab ich damals einen Tag zu spät abgegeben, weil ich die Zeit fürs Binden nicht einkalkuliert hatte, aber das Studium hab ich bestanden.
Seitdem versuche ich mir immer einen eigenen Endtermin zu setzen, bis wann ich eine Sache erledigt haben möchte. Diesen Termin lege ich ca. fünf Tage vor dem eigentlichen Schlusstermin. So hat die Sache noch ein wenig Zeit zum reifen und ich kann auch Geistesblitze in den letzten Zügen noch gut mit einbauen.
Diesen Termin trage ich in meinen Terminplaner ein, oder vermerke ihn in Klammern auf meiner Projektliste. Je nach Art des Projektes hilft es auch, meine Frau als “externe Motivation” einzubauen, die mich beizeiten an den Termin erinnert.
Äußere und Innere Ordnung gehören zusammen
Solange mein Schreibtisch voll ist mit Projekten, Infos und sonstigen Dingen, kann ich nicht wirklich konzentriert arbeiten. Bevor ich ein größeres Projekt angehe, nehme ich mir die Zeit, die kleinen Dinge in Ordnung zu bringen, den Kopf und die Inbox zu leeren und meine Listen auf den aktuellen Stand zu bringen. Das hat schon ein bisschen was vom “wasserklaren Geist”. Zumindest hilft es, wenn man so wenig lose Enden wie möglich im Kopf hat.
Die Muse braucht Zeit und Ruhe
Gerade bei größeren Projekten, die sich nicht so leicht in kleine Schritte aufteilen lassen, hilft es mir, wenn ich von vornherein einen größeren Zeitblock dafür einplane. Idealerweise dann, wenn ich alleine im Büro sein kann und der Anrufbeantworter läuft. Wenn das tagsüber nicht zu machen ist, verlege ich solche Dinge auch schon mal in die Abendstunden nach 22 Uhr, wenn Frau und Kind im Bett sind, und ich wenigstens das Gefühl habe, solange arbeiten zu können, wie es eben dauert. Die meisten meiner Projekte habe ich irgendwann zwischen 2 und 4 Uhr nachts abgeschlossen – danach schlafe ich friedlich wie ein Baby.
Ich werfe mal ein Stöckchen zu Stephan List und Jared rüber und leg hier zwei hin zum mitnehmen. Auch Kommentare sind gern gesehen, was hilft dir, produktiv zu sein?

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