Als Blogger etwas verdienen? Oder doch ehrliche Handarbeit?
8. Januar 2008 - abgelegt unter bloggen, selbständig
Ich hab schon gemerkt, dass “erfolgreich von zuhause arbeiten” nicht die idealen Suchworte für mein Anliegen waren, danke für die Linktipps in den gestrigen Kommentaren. Einiges davon hatte ich schon selbst gefunden, manches war aber auch neu. Bei Selbständig im Netz hat Peer heute mal zusammengetragen, was Top-Blogger so im Monat verdienen (Jens mit seinen 13,28 € mal nicht eingerechnet).
Da sind Beträge dabei, von denen träume ich nicht einmal. Da müsste ich schon einige Websites im Akkord für gestalten oder meine Kundentelefonate über teure Support-Nummern anbieten. (Hey, das ist ne Idee….). Bisher habe ich immer in den Pausen auf der Arbeit gebloggt und abends noch ein wenig nebenher verdient. Nun frage ich mich, ob ich nicht künftig lieber bloggen und nebenher etwas arbeiten soll… meine Zeit kann ich mir ja frei einteilen.
Im letzten Monat habe ich mir zumindest die Weihnachtsgeschenke von den Blogeinnahmen kaufen können. (hab ja nur ein Kind und eine Frau). Wenn ich meine kleinen Blog-Projekte (PocketWeblog, mobi-list, Durchblickerblog, Ökumene Nachrichten) zusammenrechne kommt da folgendes raus:
Adsense: 64 €
Linklift : 103 €
Amazon: 21 €
Summe = 188 €
Das ist nett, wenn es ein Hobby ist und ein wenig Gewinn abwirft. Um meine Miete bezahlen und leben zu können müsste ich die Einnahmen (und den Aufwand) mehr als verzehnfachen. Wenn man bedenkt, dass ich als Clown Benji auf einem Kindergartenfest mit einem Auftritt mehr verdiene, rückt sich der Blickwinkel wieder zurecht. Zum Problogger werde ich wohl nicht so schnell.
Aber ich muss mir langsam Gedanken machen, wie meine zwei Standbeine Internet-Dienstleistungen und Kinder/Familien-Unterhaltung zusammen passen. Irgendwie habe ich Hemmungen, als Clown nach dem gelungenen Kindergeburtstag den Papi anzusprechen, ob er denn eigentlich schon eine eigene Internetseite hat. Oder andersrum meinen Geschäftskunden meine Dienst als Clown für die nächste Firmenfeier zu empfehlen. Ich hab also immer zwei verschiedene Visitenkarten einstecken… Hat jemand eine Idee, wie das zusammenpasst?

Bloglines
8. Januar 2008 23:05
Hallo Benji,
danke für doch sehr nette Erwähnung in deinem Blog! Aber gut nach nicht ganz 2 mOnaten Bloggen finde ich die Höhe der Bestätigen Einnahmen ohne Adsense schon sehr beachtlich!
Gruß Jens
9. Januar 2008 16:30
HI,
kann da Jens nur zustimmen, diese EInnahmen in der höhe mit nur indirekter WErbeplatzierung in der kurzen zeit ist doch sehr enorm. Dann kann man nur sagen weiter so, dass man doch net als Clown für 3.50 Euro/h endet.
PS: Spamschutz ist auch durch diese Klammern net wirklich sicher.
Mfg
9. Januar 2008 16:51
Hi Paul, Jens hat das schon ganz gut im Griff. Ich bastle ja schon ne Weile länger an meinen Einnahmen. Wie du auf die 3,50 als Clown kommst ist mir ein Rätsel. Ich spreche nicht gerne offen über meine Gagen, aber ein Autritt im Kindergarten dauert eine Stunde und bringt mehr ein, als meine ganzen Blogs zusammen im letzten Monat…
Spamschutz: Bisher hat der Spamschutz wunderbar funktioniert, in Verbindung mit Askimet kommt hier so gut wie nix durch.
10. Januar 2008 23:04
ohhh ich endschuldige mich ganz herzlich, ich hab das selbe in deinem Artikel als Scherz gelesen. Wusste nicht das du wirklich als Clown arbeitest. Tut mir echt leid.
Mfg
1. Februar 2008 16:03
Hi Benji!
Humorvoll geschrieben, durchaus ernster Hintergrund.
Ich kenne die Problematik mit dem nebenberuflichen Websitebau. Da ich im Hauptberuf Wechselschicht habe, ist man zeitlich nicht immer für Kunden ansprechbar.
Hinzu kommt das von potentiellen Kunden selten das Preis-/Leitungsverhältnis objektiviert wird. “Wieviel soll das kosten?????” – Natürlich ist das Arbeit die Spaß macht, aber nur von dem Spaß kann man nicht leben.
Ich habe keine akzeptable Lösung gefunden und zum Jahresende mein Gewerbe abgemeldet.
Nun wunder ich mich wieviel Zeit ich zur Verfügung habe.
Trotzdem viel Erfolg beim Erreichen Deiner Ziele!
5. Februar 2008 12:05
Dankeschön. Ich habe den “Vorteil” dass meine Frau Wechselschicht arbeitet und ich den Tag mit Kind, Haushalt und PC zuhause verbringen darf. Das mit der Erreichbarkeit ist also nicht das Problem – dann schon eher die Kinderbetreuung wenn dingende Aussentermine anstehen.
2. März 2008 09:57
Hmm, also ich wäre vorsichtig dabei, die beiden Gewerbe vor den Kunden zu vermischen. Meine persönliche Beurteilung für jemanden, der Internetdienste und “Clown” macht wäre eher negativ.
Jedes für sich hingegen ist absolut ok. Wobei ich es für unschädlicher halte, wenn der Clown auch Internetdienste macht (wobei man dann gleich denkt, die Clowns-Gagen “reichen bei ihm wohl nicht aus”).
Andersrum sehe ich es kritischer. Man fragt sich sofort, warum ein ernsthafter IT-Dienstleister “nebenbei” noch als Clown auftreten muss.
Es ist eigentlich dumm, aber irgendwie kommen einem (mir?) solche Gedanken. Ich habe einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis, daher habe ich über dieses Thema schon häufig nachgedacht und auch etliche Leute zu Ihrer Meinung gefragt.
Also, wenn es mich beträfe, würde ich das strikt trennen und auch nur getrennt kommunizieren.
LG Emilio